Der Organmarkt

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Inhalt

Im Zentrum steht die nierenkranke Sandra aus Kanada, die verzweifelt auf eine Spenderniere wartet. Ihre Töchter drängen sie dazu, sich eine Niere in Indien zu beschaffen. Parallel dazu begleitet der Film Prabha, eine in einem indischen Slum lebende Zwischenhändlerin, die einst selbst eine Niere verkaufte und heute hoffnungslose Landsleute an die entsprechenden Stellen vermittelt. Die Frauen aus beiden Ländern treffen in Indien aufeinander. Diese Begegnung berührt beide Seiten. Der Film, dessen Dreh in Kanada und in Indien erfolgte und sich über drei Jahre erstreckte, dokumentiert den auf dieser Grundlage florierenden illegalen internationalen Organhandel. Er beleuchtet die komplexen Strukturen eines profitablen Marktes, in dem zahlungskräftige Patienten westlicher Staaten Organe von zumeist jungen Menschen in weniger privilegierten Ländern kaufen und dafür beträchtliche Summen zahlen.
«Der Organmarkt» besticht durch seine Nähe zu den Protagonistinnen und fördert eine Auseinandersetzung, die nicht nur intellektuell, sondern auch emotional erfolgt und die Vielschichtigkeit des Themas eindrücklich veranschaulicht.

Details
Regie | Land | Jahr
Rama Rau
Kanada
Indien
2011
Format
VOD mit didaktisches Begleitmaterial
Genre
Dokumentarfilm
Dauer
55 Minuten
Alter ab
ab 16 Jahren
Sprachfassung/Untertitel
Deutsch
Produktion
Storyline
tvo
SWR
ARTE
Kamera
Paul Kell
Iris Ng
Schnitt
Ricardo Acosta
Ton
Rama Rau; Peter Sawade; P. Murugan
Musik
Ken Myhr
Schulstufen
Sekundarstufe II (Gymnasium usw.)
Sekundarstufe II (Berufsbildung)
Fächer
Ethik
Philosophie